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Abdruck Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 27.08.03
Große Umsätze mit kleinen Chips
Augsburger Firma baut elektronische Steuerungen
Augsburg – Die Zeiten seien vorbei, in denen Existenzgründer nach dem Start in der Garage einen raketenhaften Aufstieg schaffen, behaupten Pessimisten. Der Augsburger Diplomingenieur Gerhard Kirstein beweist das Gegenteil. Mit der Entwicklung und Fertigung elektronnischer Steuerungen für Getriebe und hydraulische Antriebseinheiten hat sich seine Firma „Kirstein GmbH Technische Systeme“ in der Branche etabliert. Das Unternehmen, dessen Aufstieg vor gut zehn Jahren in einer Drei-Zimmer-Wohnung in der Augsburger Altstadt begann, macht einen Jahresumsatz von acht Millionen Euro. Mit einem Auftragsbestand von 36 Millionen Euro ist die Firma für die kommenden vier bis fünf Jahre ausgelastet. Und glaubt man Kirstein, dann kommt der eigentliche Durchbruch erst noch. Der Besprechungsraum in Kirsteins Firma, an dessen Wand etwa 30 Patenturkunden hängen, ist zur guten Adresse für Unternehmen geworden, die in irgendeiner Form Mikroprozessorsteuerungen verwenden, etwa für Triebwerke und Rußpartikelfilter, für Mechatroniksysteme in Getrieben und Blackboxen in Schiffen oder für Antriebssteuerungen in Landmaschinen und Rennwagen. Mit den Rennwagen, die seine Technik verwenden, sei er schon Weltmeister geworden, sagt der 49-jährige geschäftsführende Gesellschafter. Dass sich einmal solche Erfolge einstellen würden, hatte er wohl nicht erwartet, als er 1992 der Firma Renk, wo er Leiter der Elektronikentwicklung und –fertigung war, den Rücken kehrte und sich mit einigen wenigen Kollegen selbstständig machte. Damals noch in einer Altbau-Wohnung in Augsburg. Inzwischen beschäftigt er 40 Mitarbeiter, die heute in dem 1998 für etwa drei Millionen Euro |